Sag nein zu Funk!

No no no!Unser Block hat 13 Stockwerke mit je 4 Wohnungen. Daneben gibt es einen Gemeinschaftsbereich, der von allen mitgenutzt werden darf.

Heute liess der Hausmeister verlauten, in einer halben Stunde beginnt die jährliche Sitzung des Wohnblocks im sogenannten Festivalraum. Wir dachten, das erste Mal gehen wir hin und hören uns das mal an. Zu Beginn waren elf Bewohner anwesend, am Ende anscheinend drei. Vorne sassen vier Personen, die Blätter mit Budget und Zielen verteilt hatten und später verschiedenste Artikel vorlasen und Stimmen zählten.

Positives war auch zu hören: Ein neuer Tischtennis- und ein neuer Snookertisch, viele Renovationen, schnelleres Einrücken der Polizei bei Raubüberfall (7 statt 15 Minuten) und so weiter…. Danach gab’s auch die erwarteten Reglemente, wie zum Beispiel, dass es verboten ist, nachts mit Kleidern betrunken ins Schwimmbad zu steigen. Oder, dass man nicht den Nachbarn den Stinkefinger nicht zeigen darf („Reputational Risk“, vermutlich). Weiter ging’s mit dem Festlegen der Regel, dass die Leute, die Banditen reinlassen bei einem Raubüberfall die Verantwortung tragen. Das beste fand ich, dass in den Gesellschaftsräumen das Abspielen von Funk-Musik verboten ist. Okay, wenn man die Texte von diesem brasilianischen Funk versteht, dann erkennt man den Grund für dieses Verbot. Aber trotzdem, Jungs…!

1 Kommentar

  1. Veröffentlicht von riitta am 27. Januar 2009 um 10:40

    Sehr interessant! Wenn es verboten ist, nachts mit Kleidern betrunken ins Schwimmbad zu steigen, dann ist es auch verboten, klarköpfig mit Leintuch über dem Kopf aufs unbeleuchtete Dach zu steigen?
    Euer Zeitsinn ist schon anders – eine halbe Stunde Vorwarnung vor der Sitzung!
    Tja!

Hinterlassen Sie einen Kommentar





eMail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.
Auch möglich: Abo ohne Kommentar.