Der erste Besuch bei der Polícia Federal

Swiss PassportHeute ging ich zur Polícia Federal. In genau 14 Tagen müsste ich das Land verlassen haben. Auf der Polícia Federal konnte ich heute relativ einfach meine Aufenthaltsbewilligung bis zum 20. Mai verlängern.

Die Spielregeln

Innerhalb von 365 Tagen, beginnend mit dem Tag der ersten Einreise, darf man maximal 90 Tage am Stück als Tourist in Brasilien bleiben. Dann kann man den Aufenthalt um weitere 90 Tage verlängern. Dazu kommt, dass die Summe aller Aufenthalte nicht grösser als 180 Tage betragen darf.

So kam ich zur Verlängerung

  1. Mein Pass wird durchgeblättert
  2. Er rechnet falsch* aus, wieviele Tage ich noch bleiben kann
  3. Er schreibt mir die Adresse einer Webseite und einen Code auf Papier auf
  4. Ich gehe ins Internet-Café und suche dieses Formular (Webadresse war inkorrekt)
  5. Fülle es aus, drucke es aus und bringe das Resultat auf die Bank – bezahle R$ 67 dafür
  6. Mit der Quittung renne ich wieder zur Polizei
  7. Ich werde in der Gangsterdatenbank gesucht und zum Glück nicht gefunden
  8. Stempel und das war’s

* Dass ich im August/September mit meinem anderen Pass in Brasilien war bleibt mein Geheimnis…

Mit anderen Worten habe ich nun bis zum 20. Mai Zeit, um mir eine Lösung vorzubereiten für das was nachher kommt. Entweder muss ich Pässe switchen gehen oder ich versuche meinen Touristenstatus in etwas anderes zu ändern. Oder beides. Denn eine Reise mit ein paar neuen Bekannten nach Venezuela steht sowieso bald mal an.

Es gibt den „Stable Union“-Status, der möglicherweise zu holen wäre. Dazu müssen wir zwei glaubhaft machen, dass wir eine stabile Partnerschaft haben und die grosse Dokumentenschlacht durchmachen. Das Positive bei diesem Gesuch ist, dass man eine Wartezeit von einigen Monaten hat, bis man überhaupt Bescheid kriegt. In dieser Zeit darf man im Land bleiben ohne dass die Uhr tickt. Entweder wird das Gesuch angenommen oder dann hat man wenigstens etwas Zeit gewonnen.

2 Kommentare

  1. Veröffentlicht von greyowl am 18. Februar 2009 um 9:32

    Ist ein Blog neuerdings „geheim“?
    Erfreulich, dass der Polizeibesuch nicht zu traumatisch wurde.

  2. Veröffentlicht von riitta am 18. Februar 2009 um 15:07

    Schlau! – nicht in der Gangsterdatenbank gefunden zu sein! Gut geschützt!

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