Ein Jahr im Gefängnis!

Ein Jahr in Gefangenschaft

Ich erinnere mich nicht, wann in meinem Leben ich ein ganzes Jahr lang das Land nicht verlassen habe. Vielleicht hat es das auch noch nie gegeben. Heute vor einem Jahr bin ich fünftgrössten Land dieses Planeten (Sind andere Planeten auch in Länder aufgeteilt?) gelandet und seither habe ich keine Landesgrenze überquert. Hier eine ungeordnete Liste einiger Sachen, die ich ein in dieser Zeit ebenfalls nicht gemacht habe:

  • Zug oder Tram fahren
  • Hallenvolleyball spielen (inkl. Knieschoner waschen)
  • Schnee oder Nebel sehen
  • Jacke anziehen
  • Schweizer Käse essen (inkl. Fondue/Raclette)
  • Nachts per Anhalter fahren
  • Eine Heizung sehen
  • Vor Zecken Angst haben
  • Aus einer Bar geworfen werden, weil „wir schliessen“
  • Kebaps essen
  • Autofahrer beobachten, die wütend hupen und die Hände verwerfen
  • Heisses Wasser aus dem Hahn fliessen lassen
  • Einen Vorgesetzten haben

Was fehlt auf dieser Liste? Was verpasse ich, auf was muss ich verzichten? Oder, was habe ich hier glücklicherweise nicht, das in der Schweiz noch zur Tagesordnung gehörte?

Ob diese Zeit wirklich mit einem Gefängnisaufenthalt zu vergleichen ist, darüber schreibe ich morgen oder so…

9 Kommentare

  1. Veröffentlicht von greyowl am 3. Dezember 2009 um 12:23

    Am Samstagabend den Laub vor dem Haustür wischen!

  2. Veröffentlicht von chlori am 3. Dezember 2009 um 12:55

    @greyowl: Ah, ja, den Rasen mähen. Was mir dabei auch noch einfällt: Müllsack rechtzeitig auf die Strasse werfen. Hier haben wir zweimal am Tag Müllabfuhr vor der Wohnungstüre.

  3. Veröffentlicht von riitta am 3. Dezember 2009 um 16:25

    tja, und ein 60l Abfallsack kostet Frs. 4.40!
    Morgens im Stau Portugisisch lernen?

  4. Veröffentlicht von chlori am 3. Dezember 2009 um 16:37

    @riitta: Ja, eigentlich vieles, das mit „Morgens“ beginnt… 🙂

    Hier gibt es keine Sackgebühr. Man verwendet die Plastiksäcke, die man im Supermarkt kriegt um die Einkäufe nach Hause zu tragen (statt sie wegzuwerfen)…

  5. Veröffentlicht von andy am 4. Dezember 2009 um 5:07

    um 4 aufstehen
    den unmut in den augen der menschen sehen können.,.

  6. Veröffentlicht von chlori am 4. Dezember 2009 um 11:54

    @andy: Sind das zwei Punkte oder gehören die zusammen? Wenn zusammen, dann mal ehrlich… 1. Stehst du um 4 Uhr auf? (Warum?) 2. Siehst du dann schon etwas? 3. Sind andere auch schon wach? Also dieser Punkt trifft bei mir weder auf das Vorher noch auf das Nachher zu. Bin ich froh. 🙂

  7. Veröffentlicht von andy am 6. Dezember 2009 um 5:41

    zum glück ist das nicht täglich der fall aber bäcker stehen früh auf…
    das waren 2 punkte, ich weiss nicht wie die leute in brasilien zum leben stehen aber hier hat es wirklich viele menschen die gar nicht glücklich sein wollen…
    ja um 4 uhr läuft mein motor auf hochtouren 😀
    und es gibt welche die arbeiten von abends um 8 bis morgens um 5 😀

  8. Veröffentlicht von chlori am 6. Dezember 2009 um 12:12

    @andy: Also Bäcker in der Schweiz stehen früh auf. Hier ist das Brot am Nachmittag frisch…

  9. Veröffentlicht von chlori am 6. Dezember 2009 um 12:22

    @andy: Und noch zu den glücklichen Leuten… Hier gelingt es vielen, fröhlich zu sein, auch wenn nicht alles immer prima läuft. Viele haben (vielleicht unbewusst) erkannt, dass „fröhlich sein“ eine eigene Entscheidung ist, kein Resultat von äusseren Umständen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar





eMail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.
Auch möglich: Abo ohne Kommentar.