Syndrom Work-Life-Balance

Vor meiner Reise nach Brasilien, litt ich unter leichter, akkuter Work-Life-Balance. Das ist eine häufige aber ernste Krankheit, bei der sich der „Anteil Arbeit“ anschwillt und sogar mit dem „Anteil Leben“ ins Gleichgewicht geraten kann. Wer lange daran erkrankt ist, bei dem wird die Krankheit chronisch. Not good.

Das Ziel soll sein, das Leben und die Arbeit in ein gesundes Ungleichgewicht zu bringen. Es ist nicht so wichtig wie wenig Arbeit da ist, vielmehr, dass Platz für das Leben da ist… finde ich.

worklifebalanceKürzlich habe ich aufgelistet, was ich seit einem Jahr nicht mehr gemacht habe. Die Reise nach Brasilien ist allerdings alles andere als ein Abgewöhnen. Endlich kam ich in den Genuss, über Monate viel freie Zeit und sehr wenige Verpflichtungen zu haben, jeden Tag überlegen zu können, was das beste für diesen Tag ist. Im Jahr vor der Abreise war ich oft in einem sehr geregelten Ablauf und fand kaum Gelegenheit, mich von der Work-Life-Balance zu befreien:

  1. Aufstehen
  2. Ins Büro fahren
  3. Frühstück, arbeiten, Mittagessen, arbeiten
  4. Nach Hause fahren
  5. Abendessen
  6. Training
  7. Portugiesisch lernen
  8. Nach Brasilien telefonieren

Endlich im Ungleichgewicht

Nun habe ich jeden Tag freie Zeit. Ich kann entscheiden, was ich mit dieser Zeit machen will. Vieles konnte ich vorher nicht geniessen, jetzt schon. Dadurch fühle ich mich angenehm im Ungleichgewicht…

  • Frische Früchte und Fruchtsäfte geniessen
  • Fast jeden Tag 1-2 Stunden am Strand
  • Täglich Audiobücher hören, meist am Strand
  • Mit Freunden auf Plastikstühlen sitzen und ein fast gefrorenes Bier trinken
  • Mit Freude an eigenen Projekten arbeiten
  • Schneller arbeiten = früher fertig
  • Sprachen lernen
  • DVDs schauen
  • Studieren im Selbststudium, Themen und Zeitplan selber gewählt
  • Reisen
  • Viel Zeit weg vom Computer, weg vom Stuhl…
  • Kreativ sein und eigenen Ideen nachgehen
  • u.s.w.

Was tun?

Was macht ihr gegen Work-Life-Balance? Was könnte man noch dagegen tun?

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