Sag „Nein“ zur ÖV

Vermehrte Nutzung der Öffentlichen Verkehrsmittel bringt der Natur nichts. Wer viel Zug fährt schützt damit nicht die Umwelt, sondern richtet einfach weniger Schaden an, als Autofahrer, Vielflieger und Brandstifter.

„Ich rette die Natur weil ich die ÖV viel benutze“ ist also genau so absurd wie Vegetarier, die denken unser Milch- und Eierkonsum töte keine Tiere.

Noch absurder ist, dass Tausende gleichzeitig mit dem Zug in die Stadt pendeln, um dort am Computer zu arbeiten und Telefongespräche entgegenzunehmen. Später reisen alle zusammen im überfüllten Zug zurück, während leere Züge in die entgegengesetzte Richtung fahren.

Geht’s nicht besser? Wähle eine beliebige Arbeitswoche und überlege: Wie viele Arbeiten hätte ich von einem anderen Ort (zu Hause, öffentlicher Ort, Gemeinschaftsbüro im Quartier) aus machen können?

Was prima geht aus der Ferne:

  • Mit einander reden (Telefon, VOIP)
  • Sich dabei sehen (Webcam)
  • Auf Geschäftscomputer und Daten zugreifen (auch bei hohen Sicherheitsanforderungen)
  • Ungestört und produktiv sein
  • Im Pijama Reggae hören und dabei Geld verdienen

Was man nicht gut remote machen kann:

  • Papiere und sonstiges „Material“ hin- und herschieben
  • Am Kaffee-Automaten Small-Talk betreiben
  • Hand schütteln, küssen etc.
  • Zuhören wie die Arbeitskollegin am Telefon mit dem Ex-Mann streitet

Würde jeder dieser Office-Worker zwei einzelne Tage pro Woche von zu Hause aus arbeiten, wären bis zu 40% weniger Leute unterwegs.

Einverstanden?

Könnten Angestellte die wirklich wollen und die Unterstützung ihrer Arbeitgeber hätten, ihre Arbeit zu 20% bis 100% nach Hause verlagern? Welcher Nutzen bzw. Schaden würde dies bringen? Was habe ich übersehen?

4 Kommentare

  1. Veröffentlicht von Andreas Hobi am 7. Juni 2011 um 21:03

    Eine sehr interessante These! Ich denke, Mobilität ist in gewissen Fällen und Situationen einfach nötig. Wer dabei den öffentlichen Verkehr nutzt anstelle des eigenen Autos, schont die Umwelt. Er rettet sie nicht und natürlich wäre es besser, er würde nicht reisen, aber immerhin schont er die Natur.

    Arbeitest Du von zu Hause aus? Wenn nein, warum nicht? Und hast du die Tipps unter „Was prima geht aus der Ferne“ selber schon ausprobiert?

  2. Veröffentlicht von Arto Steiner am 7. Juni 2011 um 21:47

    @Andreas: Danke für den Kommentar. Ich bin mit dir einverstanden, dass die ÖV Gegenüber dem PW die schonendere Variante ist – mit Abstand.

    Ja, arbeiten aus der Ferne habe ich gründlich ausprobiert, zwar als Selbständiger nicht so sehr als Angestellter. Fazit: Es geht (auch weltweit).

    Jetzt gebe ich auch Kurse an der Migros Klubschule und dort wollen sie, dass ich dafür persönlich erscheine… 😉

  3. Veröffentlicht von Arto Steiner am 7. Juni 2011 um 22:01

    …als Ergänzung: Ich gebe auch Online-Kurse (http://www.personalwebcourse.com) und arbeite viel als Home-Worker nebenbei.

  4. Veröffentlicht von Andreas am 8. Juni 2011 um 23:52

    Natürlich wäre da noch vieles möglich. Aber für die meisten, so auch für mich, ist die Arbeit auch ein Stück weit Strukturierung des eigenen Lebens und Gelegenheit, soziale Kontakte zu knüpfen und zu pflegen.

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