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Ich habe keine Zeit

Begleitet von einem leicht genervten Lächeln ist “Ich habe keine Zeit!” der Satz, den ich seit Jahren nie in den Mund genommen habe.

Warum sagt denn überhaupt jemand, dass er oder sie keine Zeit hat? Was will man damit erreichen? Zeit? Sympathie?

Zeit kannst du dir machen

Mit kleinen, einfachen Umstellungen im Leben kannst du dir Zeit schaffen. Viele Stunden pro Tag sogar. Ich teile mal meine neusten Eingriffe:

Keine News konsumieren

Keine Zeitung, keine Nachrichten am TV oder Radio und keine News-Apps nutzen. So einfach. Zeitung, Radio und TV waren sowieso nicht mein Ding, aber ich habe regelmässig online News gelesen. Diese Zeit ist frei geworden.

Je mehr du dich mit News auseinander setzt, umso mehr Zeit kann frei werden. Für einige sind das alleine schon Stunden.

Informiert und effizient abstimmen

Damit ich meinen Teil zur Demokratie beitragen kann, werde ich mich bei Abstimmungen kurz aber gründlich mit dem Thema auseinander setzen. Dann schnell die Entscheidung treffen und sofort abstimmen.

Ich werde Diskussionen rund um diese Themen vermeiden. Habe in meinen 40 Jahren sehr viele politische Diskussionen erlebt. Aber praktisch nie habe ich erlebt, wie in einer Diskussion eine Person die Meinung geändert hat. Investierte Energie und Zeit vs. Ertrag ist sehr suboptimal.

Abstimmen ja: Informiert und effizient.

YouTube schaue ich nicht mehr als Unterhaltung

YouTube ist ein wertvolles Werkzeug, um sich Wissen anzueignen und zu lernen. Das werde ich weiterhin nutzen. Aber seit einiger Zeit nutze ich es nicht mehr zur Unterhaltung.

Vor einigen Monaten endeten meine Tage meistens mit YouTube-Zeit.

Social Media auf ein Minimum reduzieren

Ich habe auf dem iPhone die Nutzung von Facebook, Twitter und Instagram auf 15 Minuten limitiert. Bei Twitter und Instagram ist das die grössere Umstellung. Bei Facebook schaute ich eher nur kurz rein aus Langeweile.

WhatsApp und LinkedIn lasse ich ohne Limitierung, weil diese Plattformen schon wenig meiner Zeit beanspruchen.

Das Zeitlimit habe ich zur Zeit nur auf dem iPhone. Auf dem Mac limitiere ich mich nicht. Da verliere ich auch sehr wenig Zeit mit diesen Diensten und nutze sie eher geschäftlich.

Arbeit vermeiden, die nichts oder wenig bringt

Der abgelutschte Spruch gilt immer noch: Work smarter, not harder.

Es ist mir egal, wie andere über meine Arbeitsweise denken. Trotzdem finde ich, dass diese Regel nützlich ist: Wenn andere denken, ich hätte viel freie Zeit und bin verfügbar, dann bin ich auf dem richtigen Weg.

Meine Vorbilder in diesem Bereich haben Zeit und sind organisiert. Produktiv und doch verfügbar.

Perfektion vermeiden

Ich verbrachte viel Zeit in der Suche nach Perfektion. Oder mindestens Qualität. Immer noch. Nur nehme ich mir jetzt vor, schnell abzuschliessen und zu sagen. Das ist gut genug. Raus in die Welt damit.

Menschen vermeiden, die für mich toxisch sind

Ich vermeide Menschen, die provozieren, kritisieren oder negativ sind. Auch Menschen, die mich einfach wissen lassen wollen, dass sie nicht meine Meinung teilen.

So spare ich die gemeinsame Zeit – verliere aber auch keine Zeit und Energie mehr mit Gedanken dazu. Ich bekämpfe und bekriege diese Leute nicht. Ich gehe ihnen einfach aus dem Weg und mache mir keine Gedanken dabei.

Dabei unterscheide ich klar zwischen toxischen Menschen und Menschen mit Problemen. Menschen mit Problemen können Energie und Zeit beanspruchen. Das ist ok.

Negative Kommentare, ob online oder persönlich, gehen mir ziemlich am A**** vorbei. Da bin ich ziemlich gut geworden in den letzten Monaten. Das war bei mir nicht immer so.

Was mache ich mit der gewonnenen Zeit?

Ich finde täglich eine Stunde zum Rennen und eine Stunde fürs Spanisch Lernen. Ok, es ist die gleiche Stunde.

Ich bin viel mehr entspannt, mehr mit dem Hund draussen, verbringe wertvollere Zeit mit der Familie und Freunden. Morgens wache ich meistens ohne Wecker auf. Erholt.

In naher Zukunft werde ich viel Neues lernen. Wieder bloggen, seit langem wieder. Leute besuchen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Ein Haus bauen.

Manchmal sitze ich da und mache nichts. Manchmal lese ich. Ich tanke Luft. Ich tanke Licht.

Ich bin auch produktiver. Und ich habe Zeit.

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